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Soundtrack: kvit hjort, Wardruna

„Die Erschaffung der Welt“ – Geologische Aspekte

„Jenseits des Meeres lag die Küste, an der die Riesen lebten [6], und die Götter hoben aus dem Meer Land empor und errichteten mit Ymirs Augenbrauen einen Schutzwall. Dieses Land nannten sie Midgard“

Auszug aus der Snorra Edda-Liedersammlung, 9. Jh. n. Chr.

Als sich vor über 4,5 Milliarden Jahren, in der Erdfrühzeit/Präkambrium, die Landmassen unseres Planet langsam aus der Glut des Erdmagmas herausbildeten, entstand dabei einer der bzw. wahrscheinlich die älteste Landmasse der Erde (ca. 1,8–3Mrd. Jahre), das heutige Skandinavien – damals freilich noch nicht an seinem heutigen Platz gelegen, wie dies aus der unvorstellbar langen Geschichte der Kontinentalbildungen bekanntlich oft den Fall darstellt. Gelegen auf dem s.g. Baltischen bzw. Fennoskandischen Schild sowie dem Kaledonischen Gebirge, durch Kontinentalverschiebungen entstandene und bis zu einer Tiefe von 8 km reichende tektonische Schichtungen, setzt sich die Geologie der Skandinavischen Halbinsel heute aus uralten metamorph-kristallinen Tiefengesteinen vulkanischen Ursprungs wie etwa Granit, Gneis oder auch Marmor zusammen. Durch das lange Verweilen dieser Gesteinsschichten unter einem beständigen Eisschild, konnten sich darauf in den letzten Jahrmillionen – anders als etwa im größten Teil des restlichen Europas – Sedimentationsprozesse bzw. neue Gesteinsschichten in lediglich nur nicht dominantem Ausmaß bilden. Auch war dieser Erdteil weder später Teil der v.a. im Jura- und Kreidezeitalter vollzogenen Kalkgebirgsbildungen durch entsprechende Urmeeresriffe etwa im heutigen Mittel- und Südeuropa noch Teil der topographisch eng benachbarten, jedoch in völligem Kontrast stehenden sehr jungen Landmassebildungen des Mittelatlantischen Rückens, wie etwa im heutigen Island. Rein geologisch betrachtet, wird daher letzteres (sowie weiters etwa auch das heutige Dänemark) auch offiziell nicht zu Skandinavien gezählt, kulturhistorisch jedoch natürlich schon (anders herum im Übrigen im Falle Finnlands). Ganz massiven Einfluss hatten in weiterer Folge jedoch die Eiszeiten, in welchen sich u.a. auch die heute noch bestehenden Urgletscher einerseits und die durch glaziale Prozesse ‚wandernder‘ Gletscher ausgeformten Tal- und Fjordlandschaften herausbildeten.

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fara i viking – Kulturgeschichtliche Aspekte

Skandinavien – und damit nun auch das heutige Norwegen, um das es in diesem Reisebeitrag gehen soll – stellt daher alleine schon geologisch betrachtet eine echte Besonderheit auf unserem Planeten dar, die sich zu erkunden lohnt.
Jedoch auch landschaftlich und kulturell übt v.a. Norwegen mit seiner nur dünnbesiedelten Wildnis, seinen tiefen Wäldern, seinen schroffen Küstenlinien, seinem rauen Klima und seiner Geschichte und hier insbesondere das Zeitalter der Nordmänner und ihrer Eroberungsfeldzüge („fara i viking „) durch ganz Europa ab ca. 900 n. Chr. und darüber hinaus (siehe hierzu die ausführlichen Erläuterungen in den Reisebeiträgen Island/Süd-Schweden/Dänemark/Färoerinseln) einen ganz besonderen Reiz aus. Dabei nahm gerade Norwegen in der Anfangsphase nor(d)mannischer Expansion eine Vorreiterrolle ein, da von hier aus die meisten Überseebiete westlich des skandinavischen Festlandes (v.a. Färoers, Island, Grönland) entdeckt und besiedelt wurden (siehe hierzu etwa die Fahrten Leif Erikssons sowie die Regentschaft König Rollos und König Haralds von Norwegen).
Als nicht zuletzt auch recht sommerhitzeempfindlicher Fan Nordeuropas, seiner Landschaft, seiner Geschichte und seiner altnordischen Legenden (auf welche im Übrigen durch Kulturübertrag auch viele der germanisch-deutschen Sagen indirekt zurückgehen,), war es mir in diesem Sinne natürlich schon länger auch ein besonderes Anliegen, mich entsprechend auch einem möglichst großen Anteil (die Rede ist immerhin von ca. 2000 Straßenkilometern) des Landessüdens bzw. der Landesmitte im Rahmen einer Erkundungstour näher zu widmen, inkl. der Idee weiterer, regional und/oder thematisch noch spezifischerer künftiger Reisevorhaben.

Die Erkundungsroute

Ausgehend von der Hauptstadt Oslo ging es zunächst westwärts durch die Telemark, der waldreichen „grünen Lunge“ Norwegens, mit ihren zahlreichen Seen und Sümpfen, welche den eher hügeligen Landesosten bzw. -Süden vom eher gebirgigen Landeswesten -bzw. Norden trennt. Nach der Überquerung des Nationalparks Hardangervidda, des größten Gebirgshochplateaus Europas, ging es mit zahlreichen Zwischenstopps, wie etwa bei Norwegens berühmtestem Wasserfall Vøringsfossen, sodann weiter in die zweitgrößte Stadt Norwegens, nach Bergen, welches v.a. auch kulturhistorisch sehr interessant ist (einst nördlichster Stützpunkt der Deutschen Hanse im Mittelalter (siehe auch Reisebeitrag Nord-Deutschland) und der Frühen Neuzeit). Anschließend ging es weiter in den Norden, entlang der großen Fjorde, tiefer Meeresbuchten, welche sich seit Ende der letzten Eiszeit und dem Abschmelzen der Gletscher auf Meereshöhe teils hunderte Kilometer tief ins Landesinnere erstrecken und heute gerne von großen Kreuzfahrtschiffen recht pittoresk befahren werden, wie etwa der Hardangerfjord, der Sognefjord oder auch der kleinere Geirangerfjord. Schlussendlich ging es, mit Zwischenhalt beim Jostedalbreen-Gletscher und dem Trollstigen-Gebirgszug, entlang der Nordmeerküste weiter nach Norden bis ins ebenso geschichtlich sowie heute demographisch bedeutende Trondheim.

Ausgehend von der Hauptstadt Oslo ging es in einem ersten Streckenabschnitt nordwestwärts Richtung der zweitgrößten Stadt des Landes, Bergen, durch die Telemark, das Hardangervidda-Gebirgsplateau und entlang des Hardangerfjords bis Bergen. In einem zweiten Schritt ging es nordwärts, den Sognefjord überquerend vorbei am Jostedalbreen-Gletschermassiv und über den Geirangerfjord in die nördlichen Ebenen. Die letzte Etappe führte über den Trollstigen-Gebirgpass zu den Inseln der Nordmeerküste und anschließend weiter bis Trondheim.

Provinz Telemark: Die grüne Lunge

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Hochplateau/Nationalpark Hardangervidda & Vøringfossen

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Vøringfossen, der bekannteste norwegische Wasserfall mit ca. 190m Fallhöhe. Mit einer Durchlaufrate von ca. 12m³/Sek könnte damit beispielsweise nach nur 3 Stunden der komplette Wasser-Jahresbedarf der Österreichischen Bundeshauptstadt Wien abgedeckt werden.

Stadt Bergen: Das zweite Zentrum

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Die Peripherie und ihre Kulturschätze: Myrkdalen, Gutvangen, Borgund

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Jostedalbreen-Gletschermassiv: Überbleibsel der letzten Eiszeit

Der Jostedalbreen-Gletscher, hier beim Glacier-Viewpoint Supphellebreen.

Der Geirangerfjord: Norwegen aus dem Katalog

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Geirangerfjord – Die Welt für Norwegen und Norwegen für die Welt

Trollstigen-Gebirgspass: Mythisches Norwegen

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Die Nordmeerküste & (Hotel-)Insel Håholmen

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Abendstimmung an der norwegischen Nordmeerküste

Naturreservat Svorkmyran: Das Norwegische Hochmoor

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Trondheim: Die historische Wiege Norwegens

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