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Soundtrack: M I A M I 85 //Retrowave ~ Synthwave ~ Chillsynth, © Synthwave Heroes

Inhalt

Die Reiseroute

Die Erkundungsroute quer durch das auch als Sunshine State bekannte Florida verlief zunächst ausgehend von der schillernden internationalen Metropole Miami im äußersten, klimatisch wie auch kulturell karibisch geprägten Südosten des südlichsten Bundesstaates der Kontinental-USA über das daran anschließende riesige tropische Sumpfland und zugleich Nationalpark Everglades.

Anschließend führte die Route weiter entlang des US-Highway 1, welcher alle Bundesstaaten auf der gesamten US-Ostküste miteinander verbindet (nicht zu verwechseln mit dem berühmten Highway Nr. 1 an der Westküste der USA), auf die der Südküste vorgelagerte Inselkette der Florida Keys bis nach Key West, den südlichsten Punkt der USA.

Nun ging es wieder zurück aufs Festland und weiter nach Norden, über die von weitläufigen Korallensand-Stränden geprägte Küste des Golfs von Mexiko, vorbei an Städten wie Fort Meyers und Tampa. Auf Höhe der Stadt Crystal River führte die Reise danach gen Osten ins Landesinnere bis nach Orlando, der Stadt der Erlebnis- und Entertainmentparks. Von dort ausgehend ging es an die Ostküste, wobei die älteste Stadt der USA, das durch Spanien im 16. Jahrhunderte gegründete St. Augustine, besucht wurde und zuletzt entlang der s.g. Space Coast – wo u.a. die Region Cape Canaveral mit dem Kennedy Space Center als Zentrum der Raumfahrt liegt – wieder zurück an den Anfangspunkt Miami.

Miami und der Süden – Tropisches Tor zur Karibik

Südflorida – das steht nicht nur für US-Amerikaner, sondern für Menschen weltweit allen voran für endlose Palmenstrände, Partystimmung, ein karibisches Lebensgefühl und eine multikulturelle, bunte Einwanderungskultur.
Der Süden des Bundesstaates steht jedoch ebenso für eine auf dem US-amerikanischen Festland geographische Besonderheit, etwa was das hier bereits tropische Kima (mit Ausnahme der Hawaii-Inseln in den USA einzigartig), die Biodiversität (nirgendwo in den USA ist der Artreichtum in Flora und Fauna so groß wie in Florida) oder auch das einzigartige Lebensfeeling betrifft.

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Insbesondere das bis etwa in die 1950er Jahre weder wirtschaftlich noch touristisch besonders bedeutsame regionale Zentrum Miami – welches entgegen vieler Annahmen nicht die Hauptstadt Floridas darstellt und dessen Namen „Mayaimi“ sich vom ursprünglich ansässigen indigenen Volk ableitete und sich auf den in der Mitte Floridas gelegenen großen See, den Lake Okeechobee, bezog – erfuhr erst ab den 1960er Jahren einen massiven Aufschwung. Einhergehend mit seiner Bedeutung als Zuzugsort für Massen an Rentnern aus dem Norden (was bis heute einen demographisch bedeutsamen Faktor darstellt), ging auch ein zunehmend wirtschaftlicher Aufschwung im Sinne des Tourismus sowie damit in Zusammenhang stehend auch der Bauwirtschaft sowie jedoch auch der der organisierten Kriminalität einher. Ab den 1970er sowie vor allem in den 1980er Jahren geriet die Stadt, welche sich seit ihrer Gründung im späten 19. Jh. bis dahin bereits in ihrer Größe vervielfacht hatte, zunehmend in den Fokus als Hauptimport- und Verteilungsort für Drogenimporte aus Südamerika in die Vereinigten Saaten. Die Kriminalitätsproblematik verschärfte sich zudem durch mehrere immense Migrationswellen v.a. aus dem nahen Kuba, dessen Machthaber Fidel Castro 1980 auch verurteilte Straftäter massenweise in die USA ausreisen ließ. Aus dieser Zeit erwuchsen auch zahlreiche Filmproduktionen, welche sich des Themas widmeten, seien es Serien wie Miami Vice oder Blockbuster wie Scarface.

Eine besondere Ausnahme in der historischen Genese der Stadt stellt jedoch der Teilbereich Architektur dar. Ab den 1930er-Jahren entstanden v.a. im Ortsteile Miami Beach hunderte Gebäude im Art Deco Stil, hier auch Tropical Deco genannt. Bis heute ist diese Bausubstanz gut erhalten allgegenwärtig und gibt der Stadt ihr charakteristisches Ortsbild.

Nationalpark Everglades

Auf einer riesigen Fläche von jener Belgiens (ca. 30.000km²) erstrecken sich die Everglades als eine riesige, von Flusssystemen aus dem Norden kommend geprägte tropische Sumpflandschaft im Süden Floridas. Der Großteil davon wird jedoch, anders als viele glauben, sowohl landwirtschaftlich als auch im Rahmen von Wohngebieten genutzt. Nur ein Anteil von ca. 20% ist Nationalparkgebiet und damit, wenn auch nicht gänzlich so zumindest vorwiegend, frei von anthropogenen Aktivitäten. In den letzten Jahrzehnten hat jedoch die menschliche Siedlungsaktivität, insbesondere durch eine fortwährend wachsende Metropole Miami, insofern zu Problemen geführt, als dass es immer wieder zu ungebetenen, in Wahrheit jedoch örtlich beheimateten tierischen Besuchern in diversen Gärten kommt.

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Die Everglades, die von den Bewohnern Floridas auch kurz „Glades“ genannt werden, sind Heimat eines sowohl im Bundesstaat Florida als auch in den gesamten USA außergewöhnlich hohen Ausmaßes an Biodiversität in Fauna und Flora. Neben den bekannten Süßwasseralligatoren tummeln sich in den Sümpfen der Everglades etwa auch die wesentlich gefährlicheren Salzwasserkrokodile (v.a. am Übergang der Everglades in den Golf von Mexiko bzw. den Atlantik), Sumpfschildkröten, eine Vielzahl an Schlangenarten, Vögeln (darunter Pelikane und Flamingos) sowie auch die für Florida typischen Seekühe (Manatees).

Touristisch genutzt wird das riesige Gebiet v.a. auch durch zahlreiche Anbieter von Sumpf- bzw. Airboattouren, deren Boote aufgrund eines Überwasser-Propellerantriebes in den ansich sehr seichten Sümpfen gut und v.a. landschaftsschonend navigieren können.

Airboat-Tour in den Everglades
Airboat-Tour in den Everglades

Orlando – eine Stadt als Erlebnispark

Orlando, neben Jacksonsville, Miami und Tampa die vierte große Metropolregion im Bundesstaat Florida, weist mit einer Bevölkerung von nur ca. 250.000 EW bzw. 2,5 Millionen EW in der gesamten Metropolregion ein jährliches Besucheraufkommen von sagenhaften 62 Millionen Menschen auf – ein US-Rekord mit Abstand (auch weit vor etwa Las Vegas).

Diese enorme Besucherfrequenz verdankt die ansich erst in der zweiten Hälfte des 19. Jh. gegründete, in der Mitte Floridas gelegene Stadt nicht zuletzt ihrer Bedeutung als Themenpark-Stadt der USA. So beheimatet die Tourismushochburg Orlando neben der bekannten Disney World Orlando etwa auch 4 miteinander verbundene Universal Studios Erlebnisparks sowie zahlreiche kleinere Kunstwelten. Diese enorme Dichte an Attraktionen und Unterhaltungsprogrammen lässt die gesamte Stadt bei einem Besuch als ein einziger surrealer Themenpark erscheinen, der sich sogar gegen nicht allzu viel Entgelt via Helikopterrundflug von oben aus erkunden lässt. Darüber hinaus dient Orlando als Hauptausgangspunkt zur etwa 100km östlich gelegenen US-Space Coast, die mit der Halbinsel Cape Canaveral und dem dort ansässigen Kennedy Space Center das globale Raumfahrtzentrum darstellt (mehr hierzu im nächsten Kapitel).

Rundflug über Orlando
Rundflug über Orlando

St. Augustine – die älteste Stadt der USA

Als die Spanier im 16. Jahrhundert, ausgehend von der heutigen Karibik, die dieser angrenzenden Länder erkundeten, kamen sie auch ins heutige Florida und verleibten sich dieses als Kolonie ein. Erst durch die Briten, dann durch die jungen Vereinigen Staaten von Amerika wurde Florida, ähnlich wie etwa auch Kalifornien an der Westküste, amerikanisch. Entsprechend finden sich auch heute noch in vielen Ortsbezeichnungen die Spuren spanischer Kolonisation. Dazu zählen etwa die bekannten Städte Sarasota an der Golfküste im Westen oder auch die Stadt St. Augustine, welche noch vor der Ankunft der Mayflower 1620 in den heutigen Neuenglandstaaten gegründet wurde, nämlich 1562. Damit ist St. Augustine die älteste Stadt der USA, auch wenn dieses historische Faktum gerne vom anglozentristischen Geschichtsbild offiziell ignoriert wird. Das spanische Erbe macht sich heute v.a. noch architektonisch bemerkbar, etwa durch das spanische Kastell aus dem 16. Jahrhundert oder auch die ebenso recht alte katholische Kirche.

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Space Coast: Cape Canaveral & Kennedy Space Center

Ein absolutes Highlight für jeden USA-Besucher stellt mit Sicherheit auch jener Ort dar, wo die moderne Raumfahrt ihre zum Teil konzeptionellen, jedoch ganz sicher ihre operativen Anfänge nahm und auch heute noch quasi beheimatet ist, nämlich das riesige Areal des Kennedy Space Centers der National Aeronautics and Space Administration, kurz NASA, auf der Halbinsel Cape Canaveral, etwa 100km östlich von Orlando. Zusammen mit dem dahinterstehenden Technologie-Zulieferzweig bildet sie die s.g. US-Space Coast, welche von jährlich schieren 1,5 Millionen Menschen besucht wird. n seinem Programm, welches in vollen Zügen in zumindest einem Tag genossen werden kann, befinden sich etwa das letzte Space Shuttle Atlantis, welches 2011 außer Dienst gestellt wurde, die letztgebaute Saturn-Rakete, mit welcher sämtliche Apollo-Missionen inkl. der Mondlandung von Apollo 11 im Jahr 1969 durchgeführt wurden sowie den originalen Kontrollraum der Mondlandung inkl. exzellenter Showeinlagen. Als besonderes Momentum gilt sicher auch, als Zuhörer den immer mal wieder vorbeischauenden aktiven und ehemaligen Astronauten beizuwohnen und auch Fragen stellen zu dürfen.

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Fahrt vorbei am berühmten Vehicle Assembly Building
Das Space Shuttle Atlantis
Der originale Kontrollraum der Mondlandung 1969

Florida Keys / Key West : der südlichste Punkt der USA(?)

Rund 270km bzw. 3 Autostunden von Miami ausgehend, entlang des berühmten US-Route/Highway 1 als quasi Ostküsten-Pedant zum Highway Nr. 1 an der US-Westküste, sind es bis nach Key West, dem Endpunkt der malerischen Inselgruppe der Florida Keys und offiziell südlichsten Punkt der Kontinental-USA. Genau genommen jedoch, ist auch dies bei näherer Betrachtung nicht ganz korrekt, da zwar die noch weiter südlichen Hawaii-Inseln nicht Teil der Kontinental-USA sind, dem offiziell südlichsten Punkt der Kontinent-USA jedoch kleinere Inseln vorgelagert sind. Und dennoch ist der Punkt ein quasi Fixprogrammpunkt eines jeden US-Touristen in der Region.

Der Weg nach Key West führt von Key Largo im Osten über Conch Key, weiter über Big Pine Key, Summer Land Key, Cudjoe Key, Sugar Loaf Key, die Saddlebunch Keys, Middle Torch Key, Big Coppitt Key und Key Haven bis schließlich nach Key West als westlichster Insel. Die Florida Keys trennen dabei quasi den Atlantik im Süden vom Golf von Mexiko im Norden.

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Die historische und gegenwärtige US-Infrastruktur vor Ort erscheint dabei gar fremdartig angesichts des zugleich tropisch-karibischen Landschaftscharakters, welcher den Besucher eher an Inselstaaten wie Barbados oder das nahe Kuba erinnert. Dieser Infrastruktur jedoch, verdanken die Inseln jedoch zugleich ihre touristische Bedeutung. Insbesondere Key West mit seinen ca. 26.000 Einwohnern, einst die größte Stadt der Region noch vor Miami, beherbergt in der Hauptsaison (Winter) jedoch mitunter die dreifache Anzahl an Touristen. Besonders sehenswert sind dabei der bis ins vorige Jahrhundert reichende historische Stadtkern (Oldtown), in welchem zu Zeiten auch diverse US-Präsidenten ihren Wintersitz pflegten, im s.g. Little White House. Auch berühmte Künstler bzw. Schriftsteller wie Ernest Hemingway weilten zuweilen gerne in tropischem Ambiente.

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Reges Treiben im Zentrum von Key West

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