Text und Bild © Christoph Seiser 2020 gemäß Richtlinie ((EU) 2019/790)
Als Herzstück des Österreichischen Alpenhauptkamms – welcher mit seinen mehreren 3000+ Gipfeln nicht nur zu den höchsten Gipfeln der Ostalpen beiträgt, sondern auch eine wichtige Funktion als europäische Nord-Süd-Wetterscheide einnimmt – erstreckt sich die Region Hohe Tauern mit Österreichs erstem Nationalpark (Erhebung 1981) auf einer Ost-West-Länge von immerhin ca. 100km über den gesamten Salzburger Pinzgau und das Salzachtal (Nordteil) bzw. von Oberkärnten bis Osttirol (Südteil). Aus der Erdkruste emporgedrückt vor/seit ca. 25-30 Mio Jahren, handelt es sich bei den Gipfeln der Hohen Tauern um geologische Bruchstellen im Erdmantel (“Tauernfenster”), welche durch die Aufschiebung der Afrikanischen Platte auf die Eurasische Platte entstanden und die noch immer weiter wachsen. Dabei traten Gesteine (v.a. Gneis und Schiefergesteine) aus der Erdfrühzeit an die Oberfläche, was die Hohen Tauern auch von den umliegenden kalk- und dolomitbasierten Alpenregionen/Erdschichten (ehemalige Riffe des urzeitlichen Tethysmeeres) wie z.B. den Bayrischen Alpen im Norden unterscheidet (mehr zur Geologie gegen Ende der Photoreihe).
Für den Besucher bieten sich zahlreiche landschaftliche und naturgeschichtliche Highlights auf Weltniveau dar, wie etwa die Großglockner Hochalpenstraße – Österreichs höchste Passstraße inkl. Erlebnisstraßencharakter mit diversen Haltepunkten –, das Gipfelerlebnis Kitzsteinhorn, die beeindruckende Sigmund-Thun-Klamm oder auch die imposanten Krimmler Wasserfälle, Europas höchster Wasserfall (auch hierzu siehe Photoreihe). Einer Beschäftigung mit der Geomorphologie und Geologie Österreichs wird damit auf eine besonders praxis- bzw. fallorientierte Weise Rechnung getragen.

Für Interessierte an der Klima- bzw. Vegetationsgeographie bietet sich zudem die in Europa seltene Möglichkeit, auf Höhenlagen zwischen ca. 500m und theoretisch ca. 3800m (Großglockner) Seehöhe alle Klima- und Vegetationszonen dieser Erde jenseits der (Sub-)Tropen inkl. der typischen Vegetationszonen und Fauna selbst zu durchlaufen! (Höhenmeter-Breitengrade-Äquivalenz). Der Nationalpark Hohe Tauern ist damit also mehr als nur ein nationales Natur- bzw. Kulturgut, sondern darüber hinaus auch ein Ort des lebendigen Lernens von und mit der Natur sowie ein Stück Österreich, dem Land der Berge.
Aber auch wenn nicht gerade ideales Bergwetter herrschen sollte, so bieten sich beispielsweise diverse Orts- bzw. Stadtbesichtigungen in der Region und darüber hinaus an: von Tourismusorten wie etwa Zell am See und Mittersill in Salzburg (beide Region Hohe Tauern, Salzachtal), oder auch Kitzbühel in Tirol bzw. weiter westlich Gerlos und Zell am Ziller/Zillertal in Tirol (jeweils nicht mehr Region Hohe Tauern) bis natürlich hin zu den nicht allzu fernen Landeshauptstädten Innsbruck und Salzburg (ebenso nicht mehr Region Hohe Tauern).
Hinweis: Die folgende Photo-Reihe ist aus Erläuterungsgründen als fortwährende Mischung aus Informations- und Landschaftsphotographie konzipiert. Die “besten Photos” sind also breit verteilt.

Übersichtskarte Nationalpark Hohe Tauern mit den Gebirgsgruppen. Der Nationalpark Hohe Tauern wurde als erster Nationalpark Österreichs 1981 gegründet und befindet sich an der Grenze zwischen den Bundesländern Salzburg im Norden (größter Anteil), Kärnten im Süden sowie (Ost-)Tirol im Süd(-westen). An den Grenzen des Nationalparks befinden sich die sogenannten Außenzonen mit ihren bekannten Orten, die zusammen mit dem eigentlichen Nationalpark-Gebiet die Region Hohe Tauern bilden. 
Unsere Reiseroute führt uns zunächst von Zell am See/Kaprun westwärts entlang des Salzachtals (Salzburger Pinzgau) bis zum Gerlospass im Osten (Grenze Salzburg/Tirol) und abschließend wieder zurück nach Zell am See/Kaprun und in die Glocknergruppe hinein (siehe vorheriges Bild). Dazwischen wurden auch Ausflüge in Gebiete außerhalb der Region Hohe Tauern unternommen, etwa nach Tirol (Kitzbühel, Zillertal, Achensee, Innsbruck).

Kommend aus Nord-Osten über die Stadt Salzburg, kann die Region Zell am See/Kaprun wohl als das “Tor” zum Nationalpark Hohe Tauern bzw. im Grunde sogar zum Westen Österreichs angesehen werden. Am Bild erkennbar (Blickrichtung Süden): Das Kitzsteinhorn mit seinem immerhin bereits 3203m hohen Gipfel, dahinter erstreckt sich erhöht der Nationalpark Hohe Tauern, fast durchgängig auf ca. 2000m-3800m Seehöhe. Von hier aus geht es Richtung Westen, den Salzburger Pinzgau bzw. das Salzachtal entlang. 
Blick nach Westen ins Salzachtal, am Horizont der Gerlospass (Grenze Salzburg/Tirol). 
Entlang des Salzachtals, hier kurz vor Mittersill. Am Horizont (Blickrichtung Süden) die Hohen Tauern/Venediger Gruppe (siehe Karte zu Beginn). 
Mittersill im Salzachtal, neben Zell am See und Kaprun der drittwichtigste touristische Hotspot im Tal. 
Mittersill im Salzachtal, neben Zell am See und Kaprun der drittwichtigste touristische Hotspot im Tal.

In Mittersill befindet sich auch das Nationalpark-Zentrum (ein weiteres befindet sich in Mallnitz in Kärnten).

Hier kann man sich zunächst im Außenbereich über einige Fakten zum Nationalpark Hohe Tauern informieren. 
Erklärungstafel zu den höhenbedingten Klima- und Vegetationszonenwechseln im Nationalpark. 
Erklärungstafel zu den höhenbedingten Klima- und Vegetationszonenwechseln im Nationalpark.

Die Ausstellung im Nationalpark-Zentrum verläuft auf 2 Hauptebenen und ist äußerst innovativ und facettenreich gestaltet! 
Die Ausstellung im Nationalpark-Zentrum verläuft auf 2 Hauptebenen und ist äußerst innovativ und facettenreich gestaltet!

So lässt sich etwa ein Murmeltierbau von Innen erkunden! 
Sehen, fühlen und verstehen ist das Motto dieser Ausstellung.

Ein kleines Highlight ist der 360°-Dome, mit einem 4D-Kinoerlebnis.

Angekommen am westlichen Ende vom Salzachtal am Gerlos-Pass bei Hochkrimmel (ca. 1600m), an der Grenze der Bundesländer Salzburg und Tirol. Da Tirol vom Rest Österreichs über keine durchgängige Talverbindung aus erreicht werden kann, ist eine Direktverbindung zwischen Salzburg und Tirol nur über diesen Bergpass möglich, sonst nur über Deutschland/Deutsches Eck. Der Blick führt entlang des Tals, zurück Richtung Osten Richtung Zell am See/Kaprun. Die Hohen Tauern beginnen auf der rechten Bildseite, das Salzachtal stellt die Außengrenze dar (siehe auch Übersichtskarte 15 Bilder zurück). 
Auf der anderen Seite des Gerlos-Passes Blick auf den Speichersee Durchlaßboden bei Gerlos, bereits auf Tiroler Seite. Dahinter (rechte Gipfel) die letzten Ausläufer der Hohen Tauern mit dem Großvenediger (3657m). 
Auf der anderen Seite des Gerlos-Passes Blick auf den Speichersee Durchlaßboden bei Gerlos, bereits auf Tiroler Seite. Dahinter die letzten Ausläufer der Hohen Tauern mit dem Großvenediger (3657m).

Der Großvenediger (3657m) im Telezoom. Hierbei handelt es sich um den fünfthöchsten Berg Österreichs.

Der Speicher-See Durchlaßboden aus der Nähe, mit der 80m hohen Staumauer. 
Sonniger Morgen in Gerlos/Tirol. Hier @Appartements Wanner, Ried 84, 6281 Gerlos. 
Idyllische Waldwanderung auf dem Gerlos-Pass, entlang eines Hochmoores. 
Idyllische Waldwanderung auf dem Gerlos-Pass, entlang eines Hochmoores.

Idyllische Waldwanderung auf dem Gerlos-Pass, entlang eines Hochmoores.

Idyllische Waldwanderung auf dem Gerlos-Pass, entlang eines Hochmoores. Hier ein stiller Beobachter 🙂

Weniger Idyllisch der giftige Fliegenpilz der hier dank der hohen Bodenfeuchte gut gedeiht…

Ebenfalls vom Gerlos-Pass aus lassen sich noch auf Salzburger Seite die Krimmler-Wasserfälle, mit einer Fallhöhe von ca. 380m die höchsten Wasserfälle Europas sowie die fünfthöchsten der Welt(!), aus der Entfernung erblicken sowie besichtigen. Jenseits der Wasserfälle gen Süden am Horizont ist die Dreiherrenspitze (3499m)/Hohe Tauern als Staatsgrenze zu Italien ersichtlich. 
Die Krimmler-Wasserfälle in Vergrößerung

Jenseits der Krimmler-Wasserfälle am Horizont gen Süden die Dreiherrenspitze (3499m) in Vergrößerung. Auf dem Bergkamm verläuft die Staatsgrenze zwischen Österreich (Salzburg, Tirol) und Italien (Südtirol). 
Angekommen bei den Krimmler-Wasserfällen. Gleich einem Steinbock der die Felswände hinuntersteigt, schlängelt sich der Wasserfall hier stufenweise talabwärts. 
Am unteren Ende der Krimmler-Wasserfälle… 
… eröffnet sich ein beeindruckendes Szenario. 
Den Krimmler-Wasserfällen werden medizinisch belegte Heilwirkungen in Bezug auf Lungenerkrankungen nachgesagt. Grund hierfür ist die feinstäubige reinigende Wasseraerosole, welche durch die zahlreichen Felsschläge entsteht. Da ich selber an chronischem Asthma leide, ein willkommener Anlass für mich, hier länger zu verweilen… 
Von hier aus geht ein Wanderweg über viel Serpentinen und Zwischenstationen steil bergauf. Zahlreiche “Baumkuriositäten” warten hier auf den Besucher, etwa in den Felsuntergrund verschmolzene uralte Bäume. 
Märchenhafter Ausblick vom ersten Aussichtsplateau… 
Ein weiterer traumhafter Aussichtspunkt… 
Ein weiterer traumhafter Aussichtspunkt…

Ein weiterer traumhafter Aussichtspunkt…


Immer weiter geht es teils recht anspruchsvoll bergauf! Ein wenig Kondition sollte man daher schon mitbringen! 
Weiter oben flacht der Wasserfall zwar ein wenig ab…. 
Bleibt aber immer noch sehr stürmisch und wild! 
…der letzte Anstieg hin zum Endpunkt 
…dann ist es geschafft. Von hier aus geht es wieder zurück bergab. 
Ein neuer Tag – westlich des Gerlos-Passes: Ausblick ins Tiroler Zillertal. Nach einer regenreichen Nacht lichten sich die Morgenwolken. Die hiesigen Bergketten gehören nicht mehr zu den Hohen Tauern. Hier auf einem Ausflug nach Innsbruck. 
Angekommen in Innsbruck, der Tiroler Landeshauptstadt. Leider war der bekannte eindrucksvolle Blick auf die Nordkette durch die Wolken blockiert. Die Architektur Innsbrucks ist eindrucksvoll und erinnert in seiner Ähnlichkeit zu vielen südbayrischen Kurstädten stark an seine bayrische Vergangenheit. Leider waren aber auch in Corona-Zeiten allzu viele Touristen vor Ort, sodass mein Aufenthalt in Innsbruck diesmal nur sehr kurz ausfiel. 
Das “Goldene Dachl”, Tirols Wahrzeichen. Einst von Kaiser Maximilian I, der Innsbruck zeitweilig zu seiner Residenz erhob, ca. 1500 in Auftrag gegeben. Seither ranken sich viele Mythen um die Bedeutung so mancher Holz-Ornamentik auf dem Gebilde. Im Unteren Bereich erkennbar, die Fahnen Nord- und Südtirols. Heute ist letzteres ja bekanntlich nicht mehr Teil Österreichs, die Menschen fühlen sich aber größtenteils auch heute noch zugehörig. 
Die Triumphpforte, erbaut unter Kaiserin Maria Theresia 1765, anlässlich der aus der Retrospektive gesehen sehr geschichtsträchtigen (Wieder-)Vermählung des österreichischen Kaiserhauses mit dem Hause Spanien (Loslösung zuvor durch den spanischen Erbfolgekrieg von 1701). 
Der 51m hohe Innsbrucker Stadtwachturm, ebenso ca. 1500 errichtet, primär aus Feuerschutzgründen (Wächter/Türmer überwachten Tag und Nacht von oben, ob es in der Stadt wo brannte). 
Am Rückweg: Der Achensee, an der Grenze zu Bayern – Tirols größter See. Wie die meisten Seen Österreichs ein Relikt der letzten Eiszeit. Auch der Achensee ist nicht mehr Teil der Region Hohe Tauern. Von hier aus kann man auch gut Ausflüge nach Bayern machen, etwa ins nahe Bad Tölz. 
Am Rückweg: Der Achensee, an der Grenze zu Bayern – Tirols größter See. Wie die meisten Seen Österreichs ein Relikt aus der letzten Eiszeit. Auch der Achensee ist nicht mehr Teil der Region Hohe Tauern. Von hier aus kann man auch gut Ausflüge nach Bayern machen, etwa ins nahe Bad Tölz.

Am Rückweg: Der Achensee, an der Grenze zu Bayern – Tirols größter See. Wie die meisten Seen Österreichs ein Relikt der letzten Eiszeit. Auch der Achensee ist nicht mehr Teil der Region Hohe Tauern. Von hier aus kann man auch gut Ausflüge nach Bayern machen, etwa ins nahe Bad Tölz.

Am Rückweg: Der Achensee, an der Grenze zu Bayern – Tirols größter See. Wie die meisten Seen Österreichs ein Relikt der letzten Eiszeit. Auch der Achensee ist nicht mehr Teil der Region Hohe Tauern. Von hier aus kann man auch gut Ausflüge nach Bayern machen, etwa ins nahe Bad Tölz.

Weiterfahrt Richtung Kitzbühel. Am Horizont: Die Bayrischen Alpen (nicht zu den Hohen Tauern zugehörig), deutlich sichtbar die andere Gesteinszusammensetzung als jene der Hohen Tauern, nämlich kalk- bzw. dolomitbasiert. Man kann sich noch gut vorstellen, als dieses frühere Riff (die Kalkstöcke der Urzeitkorallen blieben über) aus dem urzeitlichen Tethysmeer ragte. 
Angekommen im berühmt(-berüchtigten) Kitzbühel. In dieser “Tourismus-Metropole” der Reichen und Berühmten ist alles “abgeschleckt”. 
Angekommen im berühmt(-berüchtigten) Kitzbühel. In dieser “Tourismus-Metropole” der Reichen und Berühmten ist alles “abgeschleckt”.

Angekommen im berühmt(-berüchtigten) Kitzbühel. In dieser “Tourismus-Metropole” der Reichen und Berühmten ist alles “abgeschleckt”.

Angekommen im berühmt(-berüchtigten) Kitzbühel. In dieser “Tourismus-Metropole” der Reichen und Berühmten ist alles “abgeschleckt” – sogar der Friedhof.

Angekommen in berühmt(-berüchtigten) Kitzbühel. In dieser “Tourismus-Metropole” der Reichen und Berühmten ist alles “abgeschleckt” – sogar der Friedhof.

Wieder zurück im Nationalpark Hohe Tauern. Letzter Tag – Sigmund Thun Klamm, Kaprun. Die wahrscheinlich schönste Klamm, die ich jemals besuchten durfte! Fast schon märchenhaft – die traumhaften Farben am Bild sind übrigens, so wie bei allen meinen Photos, nicht nachbearbeitet. Es handelt sich hier um eine vergleichsweise junge Klamm (ca. 15.000 Jahre alt), welche im Gegensatz zum Kapruner Talkessel nicht nur durch Gletschererosion (nur im oberen Bereich), sondern v.a. durch Wassererosion in erdgeschichtlich gesehen relativ kurzer entstand. So grub sich das Wasser in diesem Zeitraum immer tiefer und tiefer in den Fels, spülte diesen langsam weg, wobei die Schlucht/Klamm entstand. 
Wieder zurück im Nationalpark Hohe Tauern. Letzter Tag – Sigmund Thun Klamm, Kaprun. Die wahrscheinlich schönste Klamm, die ich jemals besuchten durfte! Fast schon märchenhaft – die traumhaften Farben am Bild sind übrigens, so wie bei allen meinen Photos, nicht nachbearbeitet. Es handelt sich hier um eine vergleichsweise junge Klamm (ca. 15.000 Jahre alt), welche im Gegensatz zum Kapruner Talkessel nicht nur durch Gletschererosion (nur im oberen Bereich), sondern v.a. durch Wassererosion in erdgeschichtlich gesehen relativ kurzer entstand. So grub sich das Wasser in diesem Zeitraum immer tiefer und tiefer in den Fels, spülte diesen langsam weg, wobei die Schlucht/Klamm entstand.

Wieder zurück im Nationalpark Hohe Tauern. Letzter Tag – Sigmund Thun Klamm, Kaprun. Die wahrscheinlich schönste Klamm, die ich jemals besuchten durfte! Fast schon märchenhaft – die traumhaften Farben am Bild sind übrigens, so wie bei allen meinen Photos, nicht nachbearbeitet. Es handelt sich hier um eine vergleichsweise junge Klamm (ca. 15.000 Jahre alt), welche im Gegensatz zum Kapruner Talkessel nicht nur durch Gletschererosion (nur im oberen Bereich), sondern v.a. durch Wassererosion in erdgeschichtlich gesehen relativ kurzer entstand. So grub sich das Wasser in diesem Zeitraum immer tiefer und tiefer in den Fels, spülte diesen langsam weg, wobei die Schlucht/Klamm entstand.

Wieder zurück im Nationalpark Hohe Tauern. Letzter Tag – Sigmund Thun Klamm, Kaprun. Die wahrscheinlich schönste Klamm, die ich jemals besuchten durfte! Fast schon märchenhaft – die traumhaften Farben am Bild sind übrigens, so wie bei allen meinen Photos, nicht nachbearbeitet. Es handelt sich hier um eine vergleichsweise junge Klamm (ca. 15.000 Jahre alt), welche im Gegensatz zum Kapruner Talkessel nicht nur durch Gletschererosion (nur im oberen Bereich), sondern v.a. durch Wassererosion in erdgeschichtlich gesehen relativ kurzer entstand. So grub sich das Wasser in diesem Zeitraum immer tiefer und tiefer in den Fels, spülte diesen langsam weg, wobei die Schlucht/Klamm entstand.

Wieder zurück im Nationalpark Hohe Tauern. Letzter Tag – Sigmund Thun Klamm, Kaprun. Die wahrscheinlich schönste Klamm, die ich jemals besuchten durfte! Fast schon märchenhaft – die traumhaften Farben am Bild sind übrigens, so wie bei allen meinen Photos, nicht nachbearbeitet. Es handelt sich hier um eine vergleichsweise junge Klamm (ca. 15.000 Jahre alt), welche im Gegensatz zum Kapruner Talkessel nicht nur durch Gletschererosion (nur im oberen Bereich), sondern v.a. durch Wassererosion in erdgeschichtlich gesehen relativ kurzer entstand. So grub sich das Wasser in diesem Zeitraum immer tiefer und tiefer in den Fels, spülte diesen langsam weg, wobei die Schlucht/Klamm entstand.

Wieder zurück im Nationalpark Hohe Tauern. Letzter Tag – Sigmund Thun Klamm, Kaprun. Die wahrscheinlich schönste Klamm, die ich jemals besuchten durfte! Fast schon märchenhaft – die traumhaften Farben am Bild sind übrigens, so wie bei allen meinen Photos, nicht nachbearbeitet. Es handelt sich hier um eine vergleichsweise junge Klamm (ca. 15.000 Jahre alt), welche im Gegensatz zum Kapruner Talkessel nicht nur durch Gletschererosion (nur im oberen Bereich), sondern v.a. durch Wassererosion in erdgeschichtlich gesehen relativ kurzer entstand. So grub sich das Wasser in diesem Zeitraum immer tiefer und tiefer in den Fels, spülte diesen langsam weg, wobei die Schlucht/Klamm entstand.

Der Krönende Abschluss der Reise in die Hohe Tauern: Die 1935 eröffnete Großglockner Hochalpenstraße, von Kaprun bzw. der Mautstelle Ferleiten bis zur Kaiser- Franz-Josefs-Höhe am Fuße des Großglockners und von dort aus wieder zurück. Mit einer Gesamtlänge von 48km und einer Maximalhöhe von ca. 2500m handelt sich dabei um Österreichs Höchste (Pass-)Straße, die für den normalen PKW-Verkehr freigegeben ist. 
Der Startpunkt in Ferleiten (ca. 10km die Kapruner Talschneise “tauerneinwärts”) auf 1145m Höhe. Hier finden sich noch der für diese Höhenlage und für die Gegend typische Fichten-Lärchen-Tannenwald. Der Blick geht hier bereits gut 2000m in die Höhe, nämlich zum ca. 3400m hohen Hohen Tenn, welcher den untersten Teil des Beginnes des Tauern-Kerngebietes bildet. 
Ab nun geht es länger steil bergauf. Je nach Konstitution des eigenen Vehikels muss zum Schutz vor Motorüberhitzung mit der einen oder anderen Pause auf eigens hierfür vorgesehenen Auskehrungen gerechnet werden. 
Mit dem Überschreiten der 2000m-Grenze verschwinden nun auch langsam die Bäume (Baumgrenze im Ostalpenraum bei ca. 1900-2100m, je nach geographischer Breite) 
Danach folgt eine Zone, die von so genannten Alpinen Matten gekennzeichnet ist, einer Graslandschaft, wie man sie etwa auch in der Tundra Nordeuropas über dem nördlichen Polarkreis findet. 
Zur Erinnerung: Mit dem Anstieg der Höhenmeter durchläuft man sämtliche Klima- bzw. Vegetationszonen von Mitteleuropa bis zur Arktis. Dies wird durch die Höhen-Breitengrad-Äquivalenz ermöglicht. So herrscht – in Mitteleuropa – ab einer Höhenlage von ca. 3000m arktisches bzw. so genanntes nivales Klima (vegetationsgeographisch). Je weiter sich jedoch ein Gebirge in Richtung des Erdäquators befindet, desto höher steigt diese Grenze entsprechend. 
Wilfrid-Haslauer-Haus auf 2260m (zwecks Gebietsüberblick später von weiter oben aufgenommen). Wir befinden uns nun in der “Tundra Mitteleuropas”. Gras- und Felslandschaften bestimmen hier das Bild. Von Oktober bis April kann hier Schnee liegen. 
Zuvor: Angekommen beim Wilfrid-Haslauer-Haus auf 2260m. Ausblick auf die “arktische”/nivale Hochebene der Hohen Tauern, wo (noch!) das ganze Jahr über Schnee und Eis liegt. 
Auch hier gibt es, wie bei allen Stationen, ein Vielzahl interessanter Informations- und Schautafeln. 
Weiterfahrt und Übergang zur “arktischen Zone”/nivalen Vegetationszone, ca. ab 2500m Seehöhe. Die Konstruktion der Hochalpenstraße zeigt sich immer waghalsiger und beeindruckender. Ab hier verschwinden nun langsam auch die alpinen Matten und Gräser und man sieht nur noch Schutt, Geröll und Schnee- bzw. Eisreste aus dem Winter. In den Nächten gefriert es ab hier meist auch während der Sommermonate.

Am Weg immer wieder interessante Informationstafeln. 
Und äußerst gute geologische Informationspunkte, mit einer Vielzahl an 3D-Modellen, auch in den jeweiligen Gesteinen zum noch besseren Verständnis. 
Angekommen am Hochtor auf 2504m Seehöhe, dem höchsten Aussichtspunkt der gesamten Hochalpenstraße. Wir befinden uns nun in der “Arktis Mitteleuropas”. Hier regieren nur mehr Schutt, Geröll und Schnee- bzw. Eisreste. Unter dem Geröll herrscht meist Permafrost. Am Bild mit Blickrichtung Süden am Horizont-Hintergrund, die Spitze des Großglockners. 
Aussicht Richtung Norden nach Kaprun und Zell am See inkl. Zeller See. Der Zeller See ist, wie nahezu jeder Alpensee, ein Relikt aus der letzten Eiszeit: Das Eis schmolz und ein Rest an Wasser blieb über. Am Horizont der ebenfalls bis zu 2900m hohe Gebirgsstock des Steinernen Meeres (Berchtesgadener Alpen), mit dem Hochkönig an der Grenze zu Bayern. Wie sich deutlich erkennen lässt, ist auch dieses Gebirge im Gegensatz zu den Hohen Tauern ein kalk- und dolomitbasiertes Massiv, ein ehemaliges Meeresriff des urzeitlichen Tethysmeeres (der Kalk der Korallenriffe blieb übrig). 
Im Gegensatz dazu ist der geologische Aufbau der Hohen Tauern, wie sich schön auf diesem Querschnitt-Modell (siehe 3 Photos zuvor) sehen lässt und wie bereits erwähnt wurde, aus noch älteren Erdschichten (v.a. Altkristalline wie Gneis, Schiefergestein) aus der Erdfrühzeit bestehend, welche im Zuge von Plattenverschiebungsprozessen quasi hochgedrückt wurden (“Tauernfenster”). Genau diese andere geologische Schicht hebt die Hohen Tauern von den umliegenden jüngeren kalk- und dolomitbasierten Gebirgsschichten ab. 
Die besagten Plattenverschiebungsprozesse und die Entstehung des “Tauernfensters” hier nochmals im Querschnitt erklärt: Die braune Zone (die uralte Altkristallin-Gesteinsschicht der Hohen Tauern) wurde hochgedrückt (ganz links im Bild), während andernorts jüngere Schichten (in Hell- und Dunkelblau) noch darüber liegen blieben (die heutigen Kalkalpen). 
Ein weiteres Schaumodell zeigt dies auch aus der Vogelperspektive: Einerseits die Hohen Tauern (hier bildmittig in türkis und blaugrün dargestellt), bestehend aus Altkristallinen wie Gneis (v.a. Venedigergruppe) und Schiefergestein (v.a. Glocknergruppe) und andererseits die Kalk- und Dolomitalpen nördlich (z.B. Bayrische Alpen) und südlich (z.B. Südtiroler Dolomiten) davon (an den unteren und oberen Bildrändern in hellblau dargestellt). 
Hier rechts im Bild nochmals das Modell mit Blickrichtung Norden (Bayrische Alpen weit hinten/nördlich in Hellblau) bzw. in direktem Abgleich links im Bild nochmals der “echte” Ausblick vom Hochtor zu den Bayrischen Alpen (siehe 2 Photos zuvor). 
Ankunft am Endpunkt der Glockner Hochalpenstraße, auf der Kaiser-Franz-Josef-Höhe am Fuße des Großglockners und seiner (in den letzten Jahren hochgradig geschrumpften) Gletscherzunge, der Pasterze. 
Mit einer Gipfelhöhe von stolzen 3798m Österreichs höchster Berg sowie einer der höchsten Berge des Ostalpenraums (nur in Südtirol finden sich noch höhere Gipfel). Hier herrscht das ewige Eis. Wie lange noch, ist allerdings aufgrund des Klimawandels die große Unbekannte. 
Mit einer Gipfelhöhe von stolzen 3798m Österreichs höchster Berg sowie einer der höchsten Berge des Ostalpenraums (nur in Südtirol finden sich noch höhere Gipfel). Hier herrscht das ewige Eis. Wie lange noch, ist allerdings aufgrund des Klimawandels die große Unbekannte.

Ein Abschiedsphoto…. 
… bevor es mit einer stimmungsvollen Abfahrt vom Nationalpark Hohe Tauern zu Sonnenuntergang wieder nach Hause ging… 