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Text und Bild © Christoph Seiser 2020 gemäß Richtlinie ((EU) 2019/790)

In der Grenzregion der österreichischen Bundesländer Steiermark (kleiner Anteil), Kärnten (größter Anteil) und Salzburg (peripherer Anteil) erstreckt sich der Gebirgszug der Nockberge als UNESCO-Biosphärenpark (Status seit 2012).

Die Nockberge liegen an der Grenze zwischen der Steiermark und Kärnten, etwas nördlich der Kärntner Seenplatte (Ossiacher-, Millstätter- und Wörthersee). 
Die Nockberge liegen an der Grenze zwischen der Steiermark und Kärnten, etwas nördlich der Kärntner Seenplatte (Ossiacher-, Millstätter- und Wörthersee). 

Die Gipfel der “Nocky Mountains”, wie sie auch genannt werden, erheben sich als höchste Punkte (höchster Gipfel Eisenhut, 2441m) der Großregion Gurktaler Alpen und sind in ihrer Erscheinung als sanfte, grasbewachsene Hügel/Kuppen sowohl einzigartig im gesamten normalerweise eher von schroffen Formationen geprägten Mittel- und Ostalpenraum als auch zugleich Namensgeber (sanfte kuppen=”Nocken”). Diese charakteristische Sanftheit der Gipfelformationen, welche in gewisser Weise auch ein wenig an die schottischen Highlands erinnern, liegt v.a. am im Vergleich zu den benachbarten Niederen und Hohen Tauern (mit ca. 30 Million Jahren eher jüngere Gebirgszüge, daher auch höher) höheren Alter dieses Gebirgszugs (ca. 60 Millionen Jahre) und der entsprechend höheren Fortgeschrittenheit der Schrumpfungs- und Verwitterungsprozesse. Zudem ist die geologische Zusammensetzung der Nockberge kalkbasiert, während jene der angrenzenden Tauern v.a. aus Gneis und Schiefergestein bestehen.

Als UNESCO-Biosphärenpark unterliegt die Region – welche bergseitig z.B. von der Turracherhöhe (Steiermark/Kärnten, ca. 1800m), der Hochrindl-Alpe (Kärnten, ca. 1700m) oder auch der Falkert-Alpe (Kärnten, ca. 1900m) aus gut erkundet werden kann – besonderen Schutzbestimmungen von Landschaft, Fauna und Flora. Entsprechend verlaufen auch die großen Wintersport-Regionen nur am Rande des eigentlichen Biosphärenparks, durch dessen Zentrum die Nockalm-Straße als mautpflichtige Hochalm-Panoramastraße mit vielen facettenreichen Halte- und Erlebnispunkten verläuft. Mit einer Durchschnittshöhe von ca. 1800m ist die Nockalm dabei nach der Seiser Alm in Südtirol das zweithöchste Alm-Hochplateau im Ostalpenraum. Besonders kennzeichnend für diese wunderschöne Region ist der weitläufige Bestand am weltweit nur in wenigen Habitaten verbreiteten und daher unter strengem Schutz stehenden Zirben-Nadelbaum, welchem als langsam wachsendem und kältersistentem hochalpinem Baum auch besondere Eigenschaften anhaften (etwa die nachgewiesene entzündungshemmende und pulsregulierende Wirkung seines Baumharzes). Aber auch seltene Tierarten wie etwa das alpine Murmeltier und der Steinadler sind hier beheimatet und an schönen Tagen auch hie und da zu sehen!

* Informationen zur Geologie siehe SCHUSTER, et al. (2013): Rocky Austria. Geologie von Österreich – kurz und bunt, Wien.

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