Innige Momente auf den Färöern – Hinter mir lagen bereits Tage an einem der schönsten Reiseziele die ich je besuchen durfte. hier: Velbastaður
Mitten im Atlantik zwischen Island, Norwegen und den britischen Inseln gelegen, ragen die Färöer (Schafsinseln) empor. Ebenso wie Island aus vulkanischer Aktivität heraus entstanden,wurden die Inseln kurz vor Island im 9. Jh. durch die Wikinger entdeckt und besiedelt. Danach standen die Färöer, im Gegensatz zu den nicht allzu weit entfernten bereits britischen Äußeren Hebriden, zuerst unter norwegischer und dann bis 1948 unter dänischer Kontrolle (seit 1948 besteht eine Teilautonomie). Bis heute sind die Inseln kulturell daher v.a. nordisch geprägt (“østmanna”). Erbgutanalysen über die Zusammensetzung der Bevölkerung ergaben jedoch auch einen starken Einfluss aus irischer und schottischer Einwanderung von Beginn an (“vestmanna”). Die Färöer, die heute eine Bevölkerung von in etwa 50.000 aufweisen, sind daher wohl als eine Mischung aus skandinavischer sowie irischer&schottischer (keltischer) Kultur und Ethnizität anzusehen.
Ankunft inTórshavn, der Hauptstadt der Färöer, mit ca. 20.000 Einwohnern. Tórshavn, die Hauptstadt der Färöer. Tórshavndie Hauptstadt der Färöer. Der -man glaubt es kaum- Regierungssitz der Färöer. Es handelt sich dabei um den ältesten Stadtteil von Tórshavn auf der kleinen Landzunge Tinganes. In diesem heutigen Stadtteil kamen einst die Stammeshäuptlinge der Wikinger-Siedler immer zusammen und hier wurde auch die Annahme des Christentums beschlossen. Nächster Tag: Erkundung der Färöer-Inselteile. Wie immer auf Reisen gilt auch hier: Wer ein Land kennenlernen will, muss raus aus den (heute nur allzu oft globalisiert-gleichgeschalteten) Städten. Dazu kommt, dass sich im Grunde so gut wie alle Gegenden/Ziele auf der Inselkette im Rahmen von Tagesausflügen von Tórshavnaus erreichen. Hier: Der von eiszeitlicher Gletschererosion klassisch geformte Fjord vonKaldbak. Die Geologie der Färöer ist zwar wie auch jene Islands vulkanisch geprägt, jedoch sind die Färöer im Gegensatz zu Island kein geothermal-aktives Gebiet. Damit ist die Landschaft sanfter und die Vegetation auch geschlossener. Die Luft auf den Färöer gilt, weit abgelegen von größeren Zentren mitten im Atlantik, als eine der saubersten weltweit. Hier: KollafjørðurDie Färöer (=Schaftsinseln) machen ihrem Namen alle Ehre: Schafe sind wahrlich ein ständiger Wegbegleiter… ….in allen Farben…… in allen Größen……und allzu oft im Weg.…in jedem Fall aber überall da, wo es etwas zu (fr)essen gibt. Die Flagge der Färöer stellt -wie alle Flaggen der skandinavischen Ländern- ein verlängertes Kreuz dar, jedoch mit eigener Farbkonstellation, was die Unabhängigkeit (vom ehemaligen Mutterland Dänemark) betonen soll. Im Fall der Färöer steht das Blau für das Meer, das Rot für den skandinavischen Bund und das Weiß für die Religion, die auf den Färöer auch heute noch einen besonders hohen Stellenwert in der Bevölkerung hat. Auf den Färöer gibt es die Tradition die Dächer der im typisch skandinavischer Holzbauart errichteten Häuser zu begrünen. ….früher……so wie auch heute noch.Die Klippen der Färöer zählen zu den höchsten Europas und der Welt. Hier: in der Nähe von Tjørnuvík.Kleine versteckte Örtchen, wie etwa hier die kleine Gemeinde Tjörnuvik ganz im Norden der Färöer-Insel Stremoy, verleihen manchen Gegenden auf den Färöer einen oft sehr abgeschotteten Status. Die Klippen von Eiðiskollur. ca. 21h30: Ein Tag neigt sich dem Ende zu …. und das aufgrund der südlicheren Lage und des Voranschreitens des Sommers bereits spürbar früher als noch auf Island am Beginn der Reise. Am Weg finden sich immer wieder unterschiedliche Spuren von Besiedelung längst vergangener Tage. …oder auch das, was uns die Natur jeden Tag an Schönheit darbietet.Wie fast jede Nacht, bricht auch diesmal der Nebel vom Meer kommend über die Inseln herein….Einbruch des Nebels vom Meer kommend……da bleibt einem oft nur mehr das Staunen. Nächster Tag: Bootsfahrt von Vestmannaaus, zur Erkundung der Seevögel-Kolonien an einer der höchsten Klippen der Welt. Nächster Tag: Bootsfahrt von Vestmannaaus zur Erkundung der Seevögel-Kolonien an einer der höchsten Klippen der Welt.Bis zu 300m ragen die Klippen der Färöer aus dem Meer heraus. Der Anblick dieser Million Jahre alten Felsgiganten macht einen teils sprachlos. Hunderte Seevögel tummeln sich zwischen den gigantisch hohen Felswänden der Klippen.Neben den Seemöwen sind v.a. die Brutstätten der Puffins (Papageientaucher) an den Felswänden ein Schauspiel, das nicht an vielen Plätzen der Erde beobachtet werden kann.Weiterfahrt durch die grünen Ebenen der Färöer…Ankunft im historischen Dörfchen Saksun im Nordwesten der Mittelinsel Stremoy.Es sind solche Momente die einem die Dimension des Lebens vor Augen führen……und seine Begrenztheit..Letzter Tag… Skandinavische Kirchen sind meistens in Holzbauart errichtet…Am Weg…Am Weg…Ankunft am Wasserfall Gasadalur auf der Insel Vagar, auch eines der berühmtesten Photomotive der Färöer. Endpunkt der Reise.Atemberaubender Abflug von den Färöer, den Nebelinseln mitten im Meer.