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Geschichte Israels IV

Text und Bild © Christoph Seiser 2019 gemäß Richtlinie ((EU) 2019/790)

Von der britischen Besatzung zur Gründung des Staates Israel

Mit dem Zusammenbruch der osmanischen Herrschaft über die arabisch-muslimische Welt nach dem 1. Weltkrieg, bauten die Briten als mächtigstes Weltreich das die Welt bis dahin je gesehen hatte ihren Einflussbereich auch auf Palästina bzw. das Heilige Land aus. Durch die Wirren des nun folgenden 2. Weltkrieges und der langsamen Auflösung des britischen Empires nach Ende des Krieges, witterten nun die seit über 2000 Jahren unter oftmaliger Verfolgung im weltweit zerstreut im Exil lebenden und durch den Holocaust, dem Genozid an über 6 Mio Juden in Europa, traumatisierten Juden die Chance in das Land ihrer Vorfahren zurückkehren zu können. Unter der Idee des Zionismus (Begründer: Theodor Herzl) wanderten in den kommenden Jahren immer mehr Juden aus ganz Europa ins Heilige Land ein, kauften den dort ansässigen Arabern/Palästinensern große Landflächen ab und schufen sich einen eigenen Staat. 1948 erfolgte die offizielle Staatsgründung Israels, was von den ansässigen Arabern/Palästinensern und den angrenzenden arabischen Staaten Jordanien, Ägypten und Syrien nicht anerkannt und als ein Affront gedeutet wurde. Zahlreiche Kriege zwischen dem jungen Staat Israel und dem arabischen Staatenbund, bestehend aus genannten Ländern folgten, in welchem sich Israel letzten Endes durchsetzen konnte. 1967 nahm man im Rahmen des so genannten 6-Tages-Krieges nach verlustreichen Gefechten mit Jordanien schließlich Jerusalem ein, das Volk Israel schien nach 2000 Jahren im weltweiten Exil am Ziel seiner Reise angekommen zu sein.

“Der Tempelberg dunkel und verlassen. Dort in der Altstadt… Jerusalem von Stahl, Eisen und Finsternis, Durch Deine Mauern haben wir Dich befreit, Die Soldaten rannten hinein in Blut und Rauch, Und nach dem Tod kam die Trauer …”

Israelische Soldaten an der Klagemauer einst und heute
Israelische Soldaten an der Klagemauer einst und heute

Bis heute jedoch währt der Konflikt, der sich um die immerwährende und nicht so einfach zu beantwortende Frage dreht, wem denn nun eigentlich das Land gehört.

“Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet, und wisset, daß ihr dazu berufen seid, daß ihr den Segen erbet.” (1. Brief Petrus 3,9)

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