Text und Bild © Christoph Seiser 2018 gemäß Richtlinie ((EU) 2019/790)
Dhivehi Raage – so nennen die Bewohner ihres Inselreichs jene größte Riffformation der Erde, welche wir unter dem Namen Malediven kennen.
Die Besiedelungsgeschichte der Malediven liegt weitgehend im Dunkeln. Der Legende nach sollen die ersten Ankömmlinge aus dem heutigen Indien die Inseln im ersten Jahrtausend v. Chr. besiedelt haben. Sie nannten ihr Reich “Mahiladipa”. Zum ersten Mal erwähnt wurden die auch als “Sultansinseln” bekannten Inseln spätestens im 12. Jahrhundert, als diese durch arabische Handelsreisende auf ihrem Weg von der arabischen Halbinsel in den fernen Osten entdeckt und islamisiert wurden. Zuvor waren sie buddhistisch gewesen, mussten also auch schon intensiveren Kontakt zum indischen Subkontinent gehabt haben. In den darauffolgenden Jahrhunderten wurden die Inseln teils von europäischen Indienreisenden -allen voran den Portugiesen, den Niederländern und zuletzt den Briten- in Besitz genommen, welche diese bis zum Jahre 1968 als Teil des indischen Kolonialbesitz sahen. Die touristische Nutzung setzte nach der Unabhängigkeit ein. Heute zählen die Malediven zu den schönsten Archipelen weltweit und ihre Unterwasserwelt zum Besten was die Weltmeere zu bieten haben. Gangehi-Island stellt eine von vielen so genannten “Resortinseln” dar, auf den restlichen Inseln sind Touristen nur bedingt erwünscht.
Die Farbenpracht der Atolle und ihrer meist die Inseln ringförmig umschließenden Riffe ist überwältigend. Der Name “Atoll” als weltweit genutzte Bezeichnung für von Korallenriffen in allen Formen umgebene Inseln, entstammt der Sprache der Malediven, deren Bewohner solcherlei Inseln “Atholhu” nennen. Gemäß der klassischen Rifftheorie Charles Darwin’s, entstanden solcherlei Riffe aus dem Absinken erloschener Vulkane im Meer. Die Riffe, auf denen sich über die Zeit allerlei Fauna und Flora ansiedelte -von denen die farbenprächtigen Korallen als größte existierende Lebensform anzusehen sind-, blieben dabei als quasi ständig wachsender Kraterrand über, während die Mitte der Vulkane vollständig im Meer versank oder aber Inseln entstanden. Das Bindeglied zwischen den Inseln und ihren Riffen stellen demnach die türkis schimmernden Lagunen dar, die oft hunderte Meter entfernt vom Strand noch immer ein Stehen in seichtem Wasser ermöglichen.
Während des europäischen Winters ist die beste Jahreszeit zum Bereisen der Tropen nördlich des Äquators und damit auch der Malediven, da zu dieser Zeit die Trockenzeit herrscht, welche durch ein stabiles und ruhiges Hochdruckwetter ohne nennenswerte Niederschläge oder Stürme gekennzeichnet ist.
























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